Ausbildung des Sockel- und Perimeterbereichs bei einem WDVS

Aufgrund der in der Regel höheren mechanischen und feuchtebedingten Beanspruchung muss der Gebäudesockel und der erdberührte Bereich bei WDVS anders ausgebildet werden. Wie in der Fassade dürfen auch hier nur aufeinander abgestimmte Produkte eingesetzt werden.

Einfach & sicher zum Ziel

  1. 1. Der Sockelbereich ist der spritzwasserbelastete Teil der Fassade (Höhe mind. 30 cm). Als Perimeterdämmung wird die Wärmedämmung erdberührter Bereiche bezeichnet.
     

  2. 2. Es muss eine Bauwerksabdichtung gemäß ÖNORM vorhanden sein. Die Horizontalsperre muss etwa 30 cm über Geländeoberkante (GOK) geführt werden.

  3. 3. Falls baustellenseitig bereits Perimeterdämmplatten angebracht wurden, muss die Haftung überprüft und zusätzlich über GOK verdübelt werden (s.u.). Die Plattenoberfläche ist aufzurauen.
     

  4. Verarbeitung

    1. Die webertherm Sockel oder XPS-Dämmplatten werden vollflächig oder im Rand-Wulst-Punkt-Verfahren (unter GOK punktförmig) mit einer Klebe- und Armierungsspachtel webertherm family grob verklebt.

  5. 2. Der untere Abschluss des Sockelsystems erfolgt mit einer schräg geschnittenen Dämmplatte und bildet den Übergang zur Bauwerksabdichtung. 

  6. 3. Falls eine bituminöse Abdichtung vorhanden ist, muss oberhalb GOK mit min.
    2 webertherm Dübeln gedübelt werden. Die Verklebung erfolgt dann je nach Untergrund mit webertherm Klebespachtel oder webertec 922.
     

  7. Variante 1

    4. Die Armierungsschicht wird mit einer systemkonformen Klebe- und Armierungsspachtel webertherm und webertherm Textilglasgitter hergestellt. Falls eine besonders stabile Ausführung gewünscht ist, kann auch 2lagig armiert werden.

  8. 5. Nach ausreichender Erhärtung wird auf die ausgetrocknete Armierungsschicht weberprim Putzgrund mit weberpas Dünnschichtputz oder der weberpas marmolit aufgebracht.

  9. 6. Das planeben abgezogene Sockelsystem wird bis 5 cm über GOK mit webertec Superflex D2/D24 geschützt. Der Auftrag erfolgt mit einer Bürste oder mit einem Glättbrett. Es müssen mindestens zwei Schichten von max. 1,5 mm aufgetragen werden. Die minimale Auftragsstärke beträgt 3,0 mm.

  10. 7. Zum Schutz des webertherm Sockelsystems gegen Beschädigung beim Anfüllen mit Erdreich, ist ein Schutz wie z.B. eine Noppenfolie oder Dränageplatte vorzusehen. Durch konstruktiv vorzusehende Maßnahmen muss Niederschlagswasser von der Fassade weggeleitet werden z.B. Kiesbett bis zum Gefälle vom Sockel weg!

  11. 8. Eine Alternative für eine erhöhte Stabilitätsanforderung stellt das Anbringen von mineralischen Platten im Sockelbereich dar.

  12. Variante 2

    9. Falls am Ende der Sockel flächenbündig sein soll, müssen die Sockeldämmplatten eine um 2 cm geringere Dicke aufweisen. Andernfalls entsprechend dünner.
     

  13. 10. Die mineralischen Bauplatten (z.B. Aquapanel Outdoor oder Blueclad) werden vollflächig auf webertherm EPS-P oder XPS-R Dämmplatte geklebt.

  14. 11. Mit einem Fräser werden pro Platte Ausfräsungen mit ca. 5 mm Tiefe gefräst.
    Die Fräsungen sollten ca. 15 cm von jedem Plattenrand entfernt sein.
     

  15. 12. Durch die mit dem Fräser bereits vorhandenen Löcher, werden die Bohrungen für die nachfolgende Dübelung mit webertherm Dämmplattendübeln geschaffen.

  16. 13. Aufbringen eines systemkonformen Unterputzes mit webertherm Klebe- und Armierungsspachtel mit eingebettetem webertherm Textilglasgittergewebe.

  17. 14. Nach ausreichender Erhärtung des Unterputzes Aufbringen von weberprim Putzgrund und Endbeschichtung mit weberpas Dünnschichtputz oder weberpas marmolit.

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